Effektives Trocknen von Batterien mit NIR-Technologie Beim Herstellen von Batterien ist Wärme von entscheidender Bedeutung. Egal, ob es sich um Lithium-Ionen-Batterien oder herkömmliche Blei-Säure-Batterien handelt – das Problem bleibt immer dasselbe: Man muss die Lösungsmittel entfernen und die Elektrolyte aushärten. Gleichzeitig darf man aber nicht zu aggressiv vorgehen, damit der Trennschichtschutz sowie das aktive Material nicht beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht. Deshalb wenden viele von uns die Near-Infrared-Heiztechnologie an. Anstelle dazu, den gesamten Raum zu erwärmen, wird die Wärme direkt auf die Oberfläche der Batterie abgegeben. Warum das funktioniert Stellen Sie sich vor: Konvektionsöfen arbeiten langsam. Zuerst wird die Luft erhitzt, anschließend heizt diese Luft wiederum die Batterie. Mit NIR-Technologie wird dieser Zwischenschritt übersprungen. Kurzwelliges Strahlung wird direkt auf die Molekülbindungen in den Batteriematerialien abgegeben. Das Ergebnis? Die Heizzonen greifen fast sofort in Aktion. Bei Lithium-Batterien trocknet die Elektrodensuspension viel schneller. Bei Blei-Säure-Batterien erfolgt eine gleichmäßige Aushärtung der Elektroden. Das Beste daran: Man kann die Wellenlänge anpassen – dadurch eignet sich diese Technologie für nahezu jede Art von Batteriechemie. Die Herausforderungen – und wie man sie löst Um diese Art von Wärme zu erzeugen, verwenden wir Hochleistungsquarzelemente. Sie sind zwar klein, doch sie liefern eine enorme Leistung. Doch hier liegt das Problem: Wenn man nicht vorsichtig ist, kann diese Leistung zu hoch sein. Wenn die Förderbänder zu langsam laufen, kann das Gehäuse der Batterie überhitzen. Um das zu verhindern, müssen die Lampen mit soliden PID-Reglern und Sensoren kombiniert werden. Das ist die einzige Möglichkeit, um solche „heißen Punkte“ zu vermeiden, die die Sicherheit der Batterie gefährden könnten. Praktische Umsetzung Das Einrichten eines NIR-Systems ist eigentlich einfach. Das wirklich Wichtige ist jedoch die Positionierung der Lampen. Ich habe festgestellt, dass es am besten ist, die Lampen schräg anzubringen – dadurch entstehen keine Schatten auf der Oberfläche der Batterie, und die Trocknungsprozedur verläuft viel gleichmäßiger. Was die Wartung angeht: Das ist ebenfalls einfach. Wenn ein Element ausfällt, kann man es einfach austauschen und weiterarbeiten. Man muss nicht stundenlang auf einen defekten Betrieb warten. Zudem ermöglicht die hohe Effizienz der NIR-Technologie, die Trocknungstunnels zu verkleinern. Dadurch entsteht mehr nutzbares Raumvolumen und die Kosten pro Batterie sinken.